✡ sozial kulturell philosophisch ✡

Veranstaltung 2022
Soziales Kultur Musik Bildung Literatur Lyric Kunst Philosophie Historie

Archiv

 

27. November 2022 MIT2WO Online by Limmud Europe Presents: Limmud Rhine
HAMBURG. Limmud Europe Presents: Limmud Rhine - 5 countries, 4 parallel tracks, 3 days of jewish learning connecting and discussion, 2 wineries, 1 river - speaker: Giorgio Paolo Mastropaolo D. I., Initiator von MIT2WO.

Limmud Rhein
ist ein dreitägiges Abendprogramm voller Geschichte, Kultur, Anekdoten, Sprache und vielem mehr zur Entdeckung des rheinischen Judentums gestern, heute und morgen! Was ist das rheinische Judentum? Woher kommt es und welche Rolle hat es in der weiteren jüdischen Geschichte gespielt? Was sind die aktuellen Herausforderungen und Chancen und wie wird es sich in den kommenden Jahrzehnten entwickeln? Was sprechen wir? Was essen und trinken wir? Was macht uns unverwechselbar? Sind wir anders?

WER? Du! Und viele andere Jüdinnen und Juden und ihre Freundinnen und Freunde aus der gesamten Rheinregion (Frankreich, Deutschland, Schweiz, Luxemburg, Belgien, den Niederlanden) und darüber hinaus. Die Sessions werden in deutsch, englisch, französisch und jiddisch angeboten.

LimmudRhine ist Teil des Projekts Memory Futures, das von der Europäischen Union gefördert wird.
24. November 2022 MIT2WO After Work Club im Herbert Weichmann HausVom Newsletter Heike Linde-Lembke 25. November 2022HAMBURG. "Es beeindruckt mich, was der Netzwerk-Club MIT2WO leistet", sagte kein Geringerer als Julius Hans Schoeps, Gründungsdirektor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch jüdische Studien und Vorstandsvorsitzender der Moses Mendelssohn Stiftung, zu Beginn des After Work Clubs von MIT2WO im Herbert Weichmann Haus.Bei dem Treffen berichtete Almut Engelien von NDR Schabat Schalom über ihre Arbeit als Journalistin. Ihre NDR-Sendung, die jeweils am Freitagnachmittags von 15 Uhr an online geht, berichtet über eine vielfältige, jüdische Perspektive, über das jüdische Leben heute. Zu Schabbat-Beginn lesen Rabbinerinnen oder Rabbiner den jeweiligen Wochenabschnitt der Tora. Auch die Musikerin Stella Morgenstern erzählte aus ihrem Schaffen. Zurzeit liegt ihr Fokus auf der jiddischen Sprache.17. November 2022 MIT2WO Campus Amateurtheater HAMBURG. Mit Shelly Meyer, Hédi Bouden10. November 2022 Peggy Parnass kam zum Challe-BackenVom Newsletter Heike Linde-Lembke 13. November 2022Das Kulturnetzwerk MIT2WO gründete im Chabad-Haus an der Rothenbaumchaussee ein überreligiöses AmateurtheaterHAMBURG. Mit der Begrüßung im Lern- und Schulungsraum, der auch während der Woche als Synagoge fungiert, wurde Hamburgs Landesrabbiner Shlomo Bistritzky von Giorgio Paolo Mastropaolo D. I., Leiter des MIT2WO-Kulturnetzwerkes, begrüßt. Mit dem Zitat "Der Mensch ist mit vielen Fehlern erschaffen worden, damit es ihm möglich sei, diese Fehler zu beheben", von Rabbiner Schneerson eröffneten Bistritzky und Mastropaolo die MIT2WO-Räume, denn die Gründung des Kulturnetzwerks hat einen persönlichen Bezug zum Chabad-Haus an der Rothenbaumchaussee und zu Rebbe Schneerson. Shlomo Bistritzky berichtete über die aufwendige Restaurierung der Räumlichkeiten und über Chabad Lubawitsch Hamburg. In dem Haus sollen auch ein koscheres Lebensmittelgeschäft und ein koscheres Restaurant eingerichtet werden.Shelly Meyer, gerade neu in den Vorstand der Jüdischen Gemeinde Hamburg gewählt und Vorstandsmitglied des Verbands Jüdischer Studierender Nord, und Hédi Bouden vom Helmut-Schmidt-Gymasium Wilhelmsburg, der vor zwei Wochen von einem Theaterprojekt aus Israel zurückkam, stellten ihre Vision von einem MIT2WO Campus Amateurtheater vor. Ihnen ist es wichtig, auf mehreren Ebenen zu arbeiten. Das Amateurtheater-Projekt ist für Juden und Nichtjuden aller Altersstufen geöffnet.Als Mitglied des Vereins der Verfolgten des Nazi-Regimes berichtete Norma van der Walde über ihre Arbeit. Ihr Vater war Mitglied der Jüdischen Gemeinde Hamburg. Sie ist auch Mitglied des Auschwitz-Komitees. Ihr Signal: Mutig sein, Willensstärke zeigen und berichten zu können, was in Auschwitz geschehen war.In der Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Hamburg fand das Challebacken von Chani Bistritzky statt. Mit diversen Tipps zum Flechten der Challe. Auch die Publizistin Peggy Parnass, Ehrenmitglied von MIT2WO, war zum Challe-Backen gekommen.27. Oktober 2022 Jüdische Musik beim Treffen des Kulturvereins MIT2WOVom Newsletter Heike Linde-Lembke 28. Oktober 2022HAMBURG. "Wer von jedem Menschen etwas lernen kann, ist wahrlich weise." Mit diesem Zitat eröffnete Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. vom Kulturverein MIT2WO ein Konzert des Kulturnetzwerks in der Talmud Tora Schule, Grindelhof 30.David Rubinstein, Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde Hamburg, erzählte die Geschichte der Talmud Tora Schule und berichtete über die Einheitsgemeinde, zu der auch die Reformsynagoge gehört, über die Daphna Horwitz, Mitglieder der Kultuskommission von der Reformsynagoge, informierte. Mit dem neuen Kantor und Opernsänger Assaf Levitin und dem von ihm gegründeten gemischten Chor hat die Reformsynagoge auch ihre Musikrichtung stärken können.Shelly Meyer von dem Junge Forum der Deutsch Israelischen Gesellschaft Hamburg erklärte, dass die DIG offen sei für alle, die sich dem Staat Israel verbunden fühlen: "Wir sind eine Plattform für den überparteilichen Kampf gegen jeden Antisemitismus." Miguel Wolf, Musiker aus Chile, der in Hamburg lebt, folgt den jüdischen Spuren im argentinischen Tango. 20. Oktober 2022 MIT2WO Campus Amateurtheater HAMBURG. Mit Shelly Meyer, Dr.Irmgard Schrand13. Oktober 2022 MIT2WO eröffnete den Hannah Arendt SalonVom Newsletter Heike Linde-Lembke 14. Oktober 2022Kulturnetzwerk MIT2WO eröffnete den Hannah Arendt SalonAuch ein Amateurtheater für Juden und Nichtjuden formiert sich auf Initiative des KulturvereinsIch bin ja nur ein kleiner Punkt nicht größer als der schwarzeder dort auf dem Papier prunktalals Anfang zum Quadrate.Wenn ich mich sehr erweitern will,beginnt ich sehr zu klecksenmit Stift und Feder, Blei und Tintdie Umwelt zu behexen.Doch bin ich nur ein kleiner Punktnicht einmal gut geraten, wie der auf den Papieren prunktals Anfang zu Quadraten.Von Hannah Arendt - ohne Titel HAMBURG: Mit diesem Gedicht der großen Philosophin Hannah Arendt eröffnete der Kulturverein Kulturnetzwerk MIT2WO den Hannah Arendt Salon am Schulterblatt. Gastgeber sind die Heinrich Hartmann Stiftung und die MMW Nord Wohnungsbau, die sich vor einigen Jahren mit der Moses Mendelssohn Stiftung gegründet haben. Die Eröffnungsveranstaltung widmeten die Gastgeber der Publizistin Peggy Parnass, Ehrenmitglied von MIT2WO, dessen Leiter Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. ist."Herzlichen Dank für diese Ehre, lieber Giorgio, wie schön mit Dir und Deinen Freunden zusammen zu sein, und das heute, an diesem wichtigen Tag, die Bundesvereinigung der Sinti und Roma dabei sind, das freut mich sehr und ist sehr wichtig", sagte Peggy Parnass, die am Dienstag, 11. Oktober, ihren 95. Geburtstag feiern konnte. Vom Jüdischen Salon am Grindel waren Barbara Guggenheim und Sebastian Schirrmeister zu Gast und erzählten von der Entstehung des Salon und ihren Veranstaltungen zur jüdischen Kultur, dessen Schwerpunkt auf ausgewählter Literatur, jüdischer Musik und guter Unterhaltung liegt. Shelly Meyer vom MIT2WO Campus beschrieb bildhaft die Zukunftsvisionen des neuen Amateurtheaters, das MIT2WO gründete. Jeder ist willkommen, ob jüdisch oder nichtjüdisch, ob zehn oder 100 Jahre, ob mit oder ohne Erfahrung. Es geht um die Freude des Miteinander und der Mitmenschlichkeit. Die erste Aufführung ist im Dezember zu Chanukka geplant. Spontan ergänzte und erzählte Irmgard Schrand, promovierte Diplom-Politologin und Islamwissenschaftlerin, von der Projektarbeit mit dem Theaterkursus von Hédi Boden, der zurzeit in Israel an einem Theaterprojekt arbeitet. Die Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg hat für Preview im Hannah Arendt Salon das Buch "Andersdenkerinnen, die Graphic Novel, Annäherungen an Helene Nathan, Anna Seghers und Hannah Arendt" von Anna Farophi zur Verfügung gestellt.Das Amateurtheater MIT2WO Campus trifft sich am Donnerstag, 20. Oktober, 18.30 bis 21.30 Uhr, im Hannah Arendt Haus, Schulterblatt 124, Hamburg. Dabei sind Shelly Meyer, Hédi Bouden und zu Gast Irmgard Schrand. Der Eintritt ist frei, um Zedaka wird gebeten.24. September 2022 Event Pre-Rosch-ha-SchanaVideo unter mit2wo_hamburg bei Instagram22. September 2022 Erinnerung an die Familie SpiegelVom Newsletter Heike Linde-Lembke 23. September 2022HAMBURG. Gustav Spiegel, geboren 1896, Rosalie Spiegel, als Rosalie Wolff 1899 geboren, Rita Spiegel, geboren 1929, und Marga Spiegel geboren 1931 - die Familie Spiegel wurde 1941 deportiert und in Minsk vom NS-Regime ermordet. An die Familie erinnerte das Netzwerk MIT2WO am 22. September bei einer Veranstaltung vor Rosh Ha'Shana im Koch Kontor auf St. Pauli.Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand - ein Keks. Der Keks Sfratti, übersetzt Zwangsräumung, ist eine italienische Back-Spezialität zu Rosh Ha'Shana. Die Koch-Kontor Inhaberin Tina Olufs hat diesen Keks für den Anlass gebacken und berichtete über ihre persönliche Familiengeschichte aus New York, die Buchpräsentation mit dem deutsch-israelischen Koch Tom Franz und die Treffen mit Yotam Ottolenghi.Volkan vom Restaurant "Das Peace" stellte die levantinische Küche mit den typischen Mezze vor und lud die Gäste zum ersten gemeinsamen Pre-Rosh Ha'Shana zu Sonnabend nach Schabbat ein. Sonja Blattmann und Karin Derks vom MuT-Zentrum für Gewaltsprävention gaben Einblicke in ihre Alltagsarbeit. Zum Pre-ShabbatClub aus dem HaJom Jom von Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. wurde die Geschichte von David Grossman als Theatertext für MIT2WO Campus rezitiert. Der Pianist, Komponist und Arrangeur Gennady Tsypin spielte die Musik dazu. 08. September 2022 „Verpflichtet, für etwas einzustehen“Vom taz die Tageszeitung nordkutur von Benjamin Moldenhauerdas wird„Verpflichtet, für etwas einzustehen“Wenn Asylbehörden die Fluchtgründe nicht sehen wollen: Der Journalist Benjamin Bigger stellt seine Reportage über einen geflohenen christlichen Iraner vorBenjamin Bigger28, ist freier Journalist. Er wurde in Hamburg geboren und hat als Kind einige Jahre in Israel gelebt.INTERVIEW BENJAMIN MOLDENHAUERtaz: Herr Bigger, für Ihren Film „Jeder kann ein Momo sein“ haben Sie einen Geflüchteten aus dem Iran begleitet. Was hat Sie an seiner Geschichte besonders interessiert?Benjamin Bigger: Momo ist im Iran zum Christentum konvertiert und wurde danach attackiert. Der Angriff steht im Zusammenhang mit seiner Konversion. Momo musste reanimiert werden und ist geflohen. Seit acht Jahren lebt er in Deutschland – von Abschiebung bedroht. Der Veranstaltungstitel, MIT2WO, spielt auf das hebräische Wort „Mizwa“ an. Das bezeichnet einen sehr wichtigen Aspekt jüdischen Lebens: eine gute Tat zu tun, oder, genauer, die Verpflichtung, für etwas einzustehen. Das hab’ich aus meiner Perspektive mit dieser Reportage getan.MIT2WO After Work Club mit Benjamin Bigger, seinem Protagonisten Momo und der Sängerin Stella Morgenstern: heute, 18 Uhr, Hamburg, Israelitische Töchterschule, Karolinenstraße 35Der Eintritt ist frei, um Zedaka – Spende – wird gebetenMit welcher Begründung wurde Momos Antrag auf Asyl abgelehnt?Die Schutzbedürftigkeit soll nicht gegeben sein. Es wird behauptet, dass der Angriff willkürlich gewesen sein könnte und nicht im Zusammenhang mit seiner Konversion stünde. Außerdem wird Momos Glaube infrage gestellt. In der Begründung heißt es: „Auch sein weiteres Vorbringen, dass er die Bibel von Anfang bis Ende durchgelesen habe, macht deutlich, dass er sich nicht mit der Bibel befasst hat. Sonst wüsste er, dass die Bibel kein normales Buch ist, dass man von Anfang bis Ende durchliest.“ Das Gericht geht davon aus, dass Momo in den Iran zurückgehen kann, wenn er sein Christentum nicht offen lebt: Einfach den Ball flach halten, dann passiert da schon nichts.Wie erzählen Sie seine Geschichte?Ich hatte zuerst überlegt, Momos Narben zu zeigen. Diese plakative Ebene wollte ich dann doch nicht im Film haben. Entweder die Zuschauer:innen glauben ihm oder eben nicht. Jedenfalls sind das Narben, die eindeutig mit einem Messerangriff in Zusammenhang stehen.Momo ist gut vernetzt, macht etwa mit Freunden unter dem Namen „Rapfugees“ HipHop in Hamburg, eine Soli-Kampagne läuft. Wie ist der Stand seines Asylverfahrens?Das einzige, was sich verändert hat, ist, dass Momo seine Ausbildung abgeschlossen hat und jetzt sein Fachabi mit einer schulischen Ausbildung zum Erzieher macht. Das darf er ohne Aufenthaltstitel nur so halb, momentan hat er nur eine Aussetzung seiner Abschiebung. Ich bin vor Kurzem mit ihm zur Ausländerbehörde nach Winsen an der Luhe mitgefahren. Man merkt die angespannte Stimmung aller, die da sitzen. Wir kamen rein, kein Hallo, kein gar nichts. Momo musste zum dritten Mal Fingerabdrücke von sich nehmen lassen. Wenn er Glück hat, wird seine Aufenthaltsgenehmigung noch einmal um drei Monate verlängert.Der „After Work Club“ möchte Begegnungen zwischen jüdischen und nicht jüdischen Menschen ermöglichen. Überschneiden sich Ihre Erfahrungen mit denen Momos?Als deutscher Halb-Israeli hat mich seit meiner Kindheit der Nahostkonflikt beschäftigt. Der Iran ist da ein wichtiger Schlüsselpunkt. Meine und Momos Erfahrungen sind natürlich sehr unterschiedlich. Aber es ist spannend, mit ihm über sein Leben in der Region zu sprechen – ich merke, wie wenig unterschiedlich wir dann doch sind. Das gilt auch für Freund:innen zum Beispiel aus Syrien: Es fällt immer wieder auf, wie sehr die Kulturen einander ähneln. Und wenn wir ein paar Tausend Jahre zurückblicken, sind wir sowieso alle Geschwister. Mit „Jeder kann ein Momo sein“ will ich auch zeigen, dass jeder, der in so einer Situation steckt, das Recht hat, dass offen und fair mit ihm umgegangen wird.08. September 2022 Erste Veranstaltung von MIT2WO war ein ErfolgVom Newsletter Heike Linde-Lembke 11. September 2022HAMBURG. Der neue Netzwerker-Verein MIT2WO Kulturnetzwerk gab seine erste Veranstaltung nach der Sommerpause in der Israelitische Töchterschule bei Anna von Villiez, Leiterin der Hamburger Gedenk-und Bildungsstätte. MIT2WO-Gründer Giorgio Paolo Mastropaolo erzählte kleine persönliche Anekdoten zur ehemaligen Turnhalle, dem heutigen Jüdischen Kulturhaus an der Flora-Neumann-Straße, und sprach beispielsweise über Esther Bauer, dessen Vater Alberto Jonas, einst Direktor der Israelitischen Töchterschule, und ihrer Mutter, der Ärztin Maria-Anna Jonas, geborene Levinsohn. Die NS-Schergen deportierten die Familie im Juli 1942 ins KZ Theresienstadt.Anschließend gab die Sängerin Stella Jürgensen von Stella’s Morgenstern Einblicke in die jiddische Musik, dessen Botschaften, Aussagen und Lebensweisheiten. Mit Frank London aus New York probt sie gerade für das Konzert am Sonnabend im Goldbekhaus, dem Kulturzentrum in Hamburg-Winterhude.Der freie Jounalist Benjamin Bigger erzählte anschaulich und bewegend von Begegnungen mit Momo, und warum die aktuelle Reportage: „jeder kann ein Momo sein“ entstand. Anna von Villiez ist Historikerin und führte durch das Gebäude der einst Israelischen Töchterschule, in der während der NS-Zeit die letzte jüdische Schule untergebracht war, wie auch in der Dauerausstellung zum ehemaligen jüdischen Schulleben in Hamburg zu sehen ist. Alexei Volinchik berichtete über seine Benefizkonzerte für die Ukraine. Alle Teilnehmenden erörterten anschließend die Frage, ab wann Kindern vom Nationalsozialismus erzählt werden kann. Die weiteren Veranstaltungen von MIT2WO stehen unter Veranstaltungen am Ende dieses CHAVERIM-Newsletters.30. August 2022 Hinz&Kunzt September AusgabeHAMBURG. Hinz&Kunzt ist ein Straßenmagazin, das von obdach- oder wohnungslosen Menschen in der Region Hamburg vertrieben wird . Ein Bericht über MIT2WO von Frank Keil. Foto: Dmitrij LeltschukJüdisches Leben in Hamburg: Wo findet es sich? Wer gehört dazu? Je tiefer man eintaucht, desto mehr Fragen stellen sich. Eine Annäherung.Wer jüdisches Leben in Hamburg sucht, muss an diesem Abend im Juli in den Musikclub Indra auf St. Pauli gehen. Dort, wo einst die Beatles auftraten, steht heute der israelische Sänger Nachi Weiss auf der Bühne. Oder vielmehr: sitzt, im wohldosierten Scheinwerferlicht vor gut 25 Gästen und singt zur Gitarre Coversongs von Leonard Cohen, Bob Dylan und von Meir Ariel, einem in Israel sehr bekannten Sänger. Das Kulturnetzwerk „Mit2wo“, das jüdische und nicht-jüdische Menschen zusammenbringen will, hat kurzfristig eingeladen. Manche Männer tragen heute Abend Kippa, andere nicht. Viele trinken Cola. Klar – Cola ist koscher.Bis heute Vormittag kannte ich das Netzwerk gar nicht. Aber es entdeckte offenbar mich und schickte mir eine Einladung. Denn ich bin auf der Suche nach heutigem Judentum, durchaus angespornt von einem jüdischen Journalistenkollegen, der mein großes Interesse für die Aufarbeitung des Holocaust mal so kommentierte: xDer Abend sei sehr typisch gewesen, erzählt Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. von Mit2wo ein paar Tage später am Telefon. Bei den regelmäßigen Veranstaltungen gehe es vor allem um Austausch. Ein wenig wie bei einer After-Work-Party: Sich treffen, um sich wieder zu treffen. Und das zweimal im Monat, an immer wechselnden Orten mit einem jüdischen Bezug, auch um die Stadt besser kennenzulernen, und jede:r bringt jedes Mal jemanden mit. Neulich etwa ging es in den Art Store „Wohl oder Übel“ in der Wohlwillstraße – die nach der jüdischen Malerin Gretchen Wohlwill (1878–1962) benannt ist und die nach dem Krieg aus dem Exil nach Hamburg zurückkehrte.Mit2wo ist abgeleitet von „Mitzwot“, den 613 Geboten in der Thora, die das Leben von jüdischen und auch von nichtjüdischen Menschen regeln: „Es geht um die Mitmenschlichkeit, um die Begegnung“, erklärt er. „Als Jude habe ich mit der Muttermilch eingesogen: ‚So etwas wie der Holocaust darf nie wieder passieren.‘ Der Deutsche wächst damit auf: ‚Oh, ich will das lieber wegblenden!‘“ Und das erzeuge ein Taubheitsgefühl: „Wir müssen beide darüber trauern, dass der Mensch in der Mitmenschlichkeit gescheitert ist, dann können wir gemeinsam einen Weg gehen.“ Von daher: „Was möchtest du über uns wissen, was möchtest du fragen? Dann frage. Wir sind da!“ Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. hatte die Idee, suchte sich sechs Mitstreiter:innen, um im Mai diesen Jahres einen Verein zu gründen. Peggy Parnass ist Ehrenvorsitzende. Jetzt sei erst mal Sommerpause, im September gehe es weiter. „Man sieht sich“, sagt er zum Schluss.27. Juni 2022 Live Konzert in "Indra" mit Nachi WeissVom Newsletter Heike Linde-Lembke 02. Juli 2022HAMBURG. Mit der Kulturnetzwerksreihe MIT2WO hatte Nachi Weiss aus Israel im "Indra Musikclub" auf St. Pauli sein musikalisches Opening für Hamburg gestartet. Er sagte: „ich bin sehr glücklich in der Stadt zu sein und bedanke mich beim Verein für die Vernetzung. “Seine Lieder waren: Blowing in the wind / Dylan לילה שקט עבר על כוחותינו / Meir Ariel Love minus zero / Dylan, It’s all over now babe Blue / Dylan Always not quiet / Nachi Weiss נשל הנחש / Meir Ariel אהבת קדומים / Nachi Weiss ילדי שלי / Nachi Weiss Not dark yet / Dylan, Knockin’ on heaven’s door / Dylan יהא רעווא קדמך / Itzchak Fouks, Shall be released / DylanAls Zugabe sang Nachi Weiss mit den Publikum das Lied „Everybody Must Be Loved“, von ihm geschrieben. Dabei entstand im Musikclub eine persönliche Atmosphäre mit Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Anschließend wurde sich bei offener Stimmung kennengelernt, und spontan gaben einige Gäste ihr musikalisches Können auf der Bühne freien Lauf. 16. Juni 2022 MIT2WO Kulturnetzwerkreihe After Work ClubVom Newsletter Heike Linde-Lembke 20. Juni 2022HAMBURG. Der letzte After Work Club in diesem Führling fand in der "Wohl oder Übel Art Store St. Pauli" in der Wohlwillstraße 10 statt und startete mit Nils Boeing und einer Geschichte über jüdische Salons, gefolgt von der Historie über die Familie Wohlwill mit Siri Keil. Martin Sprujit vom St. Pauli Archiv Gleichzeitig berichtete über den aktuellen Stand des ehemaligen israelitischen Krankenhaus, damals eines der modernsten Hospitäler Norddeutschlands. Die bekannte Sängerin Stella Morgenstern wies auf Salomon Heine, Stifter, Gründer und Mäzen des Israelitischen Krankenhauses hin. Sein Neffe Heinrich Heine, den er ebenfalls Zeit seines Lebens unterstützte, selbst, als Heinrich nach Paris floh, schrieb dieses Gedicht für sein Onkel nach dessen Tod."Das neue Israelitische Hospital in Hamburg"Heinrich HeineEin Hospital für arme, kranke Juden,Für Menschenkinder, welche dreifach elend,Behaftet mit den bösen drei Gebresten,Mit Armut, Körperschmerz und Judentume.Das Schlimmste von den Dreien ist das letzte,Das tausendjährige Familienübel,Die aus dem Niltal mitgeschleppte Plage,Der altägyptisch ungesunde Glauben.Unheilbar tiefes Leid. Dagegen helfenNicht Dampfbad, Dusche, nicht die ApparateDer Chirurgie, noch all die Arzeneien,Die dieses Haus den siechen Gästen bietet.Wird einst die Zeit, die ew'ge Göttin, tilgenDas dunkle Weh, das sich vererbt vom VaterHerunter auf den Sohn - wird einst der EnkelGenesen und vernünftig sein und glücklich?Ich weiß es nicht!. Doch mittlerweile wollenWir preisen jenes Herz, das klug und liebreichZu lindern suchte, was der Lindrung fähig,Zeitlichen Balsam träufelnd in die Wunden.Der teure Mann. Er baute hier ein ObdachFür Leiden, welche heilbar durch die KünsteDes Arztes oder auch des Todes, sorgteFür Polster, Labetrank, Wartung und Pflege.Ein Mann der Tat, tat er, was eben tunlich;Für gute Werke gab er hin den TaglohnAm Abend seines Lebens, menschenfreundlich,Durch Wohltun sich erholend von der Arbeit.Der zweite Part der MITWO-Veranstaltung folgte mit Avraham Rosenblum von Hummustopia. Er erklärte sein Projekt und sein Anliegen. Shelly Meyer und Jan Anthony Schneidereit von der deutsch-israelischen Gesellschaft berichteten über ihre Arbeit für die DIG. Darauf folgte der Pre-ShabbatClub von Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. mit HaJom und den Tora-Deutungen für die Gegenwart mit Zitaten von Rabbi Nachman, Philo von Alexandria, Maimonides und dem Talmud. Sönke Timm stellte das neuste Programm des Jüdischen Museums Rendsburg, Prinzessinstraße 7, vor.
02. Juni 2022 MIT2WO Kulturnetzwerk Kooperation „Creators for a Change"
Vom Newsletter Heike Linde-Lembke 04. Juni 2022
LESERBRIEF MIT2WO
Von Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. von MIT2WO Kulturnetzwerk

Die Kulturnetzwerksreihe MIT2WO mit Creators for a Change".HAMBURG. Die Vernissage zur Ausstellung "Trialog der Ästhetik" in der Barlach Halle K wurde spontan mit der Performance von Schülerinnen und Schülern aus Sderot, Rahat und Wilhelmsburg zur Musik eines Beatrhythums eröffnet.

Das Publikum war somit aus dem Nichts im Da-Sein in der Aktion der Thematik. Einer kurzen Ansprache des MIT2WO-Kulturnetzwerkes und HaJom Jom „Today of Day“ folgte unter anderem die Rezitation des Gedichts "Nicht müde werden" der jüdischen Dichterin Hilde Domin, eine Debatte zwischen dem Schauspieler Sahel Aldebsan des Almehabesh vom Theatre & Al Sahara Theatre mit Gal Peleg Pfennig, Tanzpädagogin an der Sha HaNegev Highschool, Hédi Bouden vom Helmut Schmidt Gymnasium Wilhelmsburg und Shelly Meyer, Sprecherin der Jungen Forum des DIG Hamburg.

Siri Keil von MIT2WO Kulturnetzwerk moderierte. Für die Schülerinnen und Schüler war es sehr aufregend, vor Publikum ihre Performance zum Ausdruck zu bringen.

19. Mai 2022 Eröffnungsevent des MIT2WO Kulturnetzwerk
Vom Newsletter Heike Linde-Lembke 22. Mai 2022
LESERBRIEF MIT2WO

Von Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. zur Gründung des Kulturvereins MIT2WO Kulturnetzwerk und zum Auftakt in den wunderschönen Räumen des KomponistenQuartier Hamburg Neustadt.

Eröffnet wurde der MIT2WO Kulturnetzwerk e.V. vom ersten Vorstandsmitglied Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. mit dem Pre-Shabbat Club mit Gedanken, Weisheiten, und der Philosophie vom Wochenabschnitt bis zu Zitaten aus dem Talmud, von Hannah Arendt, Hillel, Primo Levi, Rebbe Schneerson und Rabbi Nachman. Abgerundet wurde es mit der Geschichte von Jorge Bucay - der Suchende.

Als Gastgeschenk gab es ein leeres Heftchen mit dem Titel "Wie lange dauert dieses Glück? MInuten? Tage? 2 Tage? WOchen?" und das neue Buch von Julietta-Ruth Fix "365 Tage - Frauen in der Pandemie".

Unser Ehrenmitglied Peggy Parnass sagte zum MIT2WO Kulturnetzwerk: "Ich weiß nicht, wo ich bin, ich weiß nicht wer ich bin, aber ich weiß, wer Du bist. Ich weiß, dass ich mich nach Ralph Giordano sel. A. sehne. Ich weiß, dass ich euch beide brauche. Heute bin ich hier bei Giorgio und ich freue mich."

Begleitet wurde die Auftaktveranstaltung mit der einfühlsamen Musik von John Williams, Filmmusik aus "Schindlers Liste", gespielt von Natalia Alenistsyna vom Jewish Chamber Orchestra Hamburg, dem von Pjotr Meshvinsky sel. A. neu gegründeten Jüdischen Kammerorchesters Hamburg.

Anschließend führte eine Vertreterin des KomponistenQuartiers durch die Räumlichkeiten.

Bei koscheren Fingerfood, Amaretti & Co, Kiddusch und Traubensaft sind die Gäste zu einem offenen herzlichen Dialog zusammengekommen und damit zum Kern-Anliegen des Vereins.

Bekannte Anwesende: Peggy Parnass, Marina Jakob, Lebensgefährtin von Ralph Giordano sel. A., Schauspieler Raphael Schneider aus Berlin, David Rubinstein, Geschäftsführer Jüdische Gemeinde Hamburg, Shelly Meyer, Sonja Blattmann und Karin Derks aus Kandern vom MuT-Zentrum, Norma van der Walde, Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-Bda mit Ehemann, Lichtkünstler Michael Batz, Dr. Dieter Möller-Behlmer, Hédi Bouden, Musiker Idan Levi, Musiker Miguel Wolf, Dr. Irmgard Schrand, Diplom-Politologin, Islamwissenschaftlerin, Spezialistin für den Nahen und Mittleren Osten, Historikerin, Kultursachverständige und Autorin, Corinna Below, Autorin, Hendrik Althoff, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Professorin Dr. Monica Rüthers und weitere Gäste.

Schriftliche Glückwünsche und Erfolg wünschen uns zum Start: Landesrabbiner Shlomo Bistritzky, Rabbiner Havlin, Philipp Stricharz, Erster Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hamburg, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Kultursenator Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Antisemitismus-Beauftragter Stefan Hensel, Daphna Horowitz vom Vorstand der Reformsynagoge Hamburg, Armin Levy vom jüdischen Magazin Raawi, Politikberater, Autor und Journalist Leonard Kaminski, die Schauspieler Thiago Braga, Tomer Lev Tov und Nico Rogner, Historiker Dr. Carsten Schmidt, Journalist Michael Mennekes, Journalistin und Fotografin Heike Linde-Lembke, Koch/Ottolenghi und Schauspieler Mirko Yonathan Ciotta, Professorin Dr. Miriam Ruerup, Direktorin Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Berlin und Professorin der Universität Potsdam.

Weitere Informationen unter www.mit2wo.de oder folgt uns auf Instagram mit2wo_hamburg