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27. Juni 2022 Live Konzert in "Indra" mit Nachi Weiss

Vom Newsletter Heike Linde-Lembke 02. Juli 2022

HAMBURG.
Mit der Kulturnetzwerksreihe MIT2WO hatte Nachi Weiss aus Israel im "Indra Musikclub" auf St. Pauli sein musikalisches Opening für Hamburg gestartet. Er sagte: „ich bin sehr glücklich in der Stadt zu sein und bedanke mich beim Verein für die Vernetzung.

“Seine Lieder waren: Blowing in the wind / Dylan לילה שקט עבר על כוחותינו / Meir Ariel Love minus zero / Dylan, It’s all over now babe Blue / Dylan Always not quiet / Nachi Weiss נשל הנחש / Meir Ariel אהבת קדומים / Nachi Weiss ילדי שלי / Nachi Weiss Not dark yet / Dylan, Knockin’ on heaven’s door / Dylan יהא רעווא קדמך / Itzchak Fouks, Shall be released / Dylan
Als Zugabe sang Nachi Weiss mit den Publikum das Lied „Everybody Must Be Loved“, von ihm geschrieben. Dabei entstand im Musikclub eine persönliche Atmosphäre mit Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. 

Anschließend wurde sich bei offener Stimmung kennengelernt, und spontan gaben einige Gäste ihr musikalisches Können auf der Bühne freien Lauf.


16. Juni 2022 MIT2WO Kulturnetzwerkreihe After Work Club


Vom Newsletter Heike Linde-Lembke 20. Juni 2022


HAMBURG. Der letzte After Work Club in diesem Führling fand in der "Wohl oder Übel Art Store St. Pauli" in der Wohlwillstraße 10 statt und startete mit Nils Boeing und einer Geschichte über jüdische Salons, gefolgt von der Historie über die Familie Wohlwill mit Siri Keil. Martin Sprujit vom St. Pauli Archiv Gleichzeitig berichtete über den aktuellen Stand des ehemaligen israelitischen Krankenhaus, damals eines der modernsten Hospitäler Norddeutschlands. Die bekannte Sängerin Stella Morgenstern wies auf Salomon Heine, Stifter, Gründer und Mäzen des Israelitischen Krankenhauses hin. Sein Neffe Heinrich Heine, den er ebenfalls Zeit seines Lebens unterstützte, selbst, als Heinrich nach Paris floh, schrieb dieses Gedicht für sein Onkel nach dessen Tod.

"Das neue Israelitische Hospital in Hamburg"

Heinrich Heine

Ein Hospital für arme, kranke Juden,

Für Menschenkinder, welche dreifach elend,
Behaftet mit den bösen drei Gebresten,
Mit Armut, Körperschmerz und Judentume.

Das Schlimmste von den Dreien ist das letzte,

Das tausendjährige Familienübel,
Die aus dem Niltal mitgeschleppte Plage,
Der altägyptisch ungesunde Glauben.

Unheilbar tiefes Leid. Dagegen helfen

Nicht Dampfbad, Dusche, nicht die Apparate
Der Chirurgie, noch all die Arzeneien,
Die dieses Haus den siechen Gästen bietet.

Wird einst die Zeit, die ew'ge Göttin, tilgen

Das dunkle Weh, das sich vererbt vom Vater
Herunter auf den Sohn - wird einst der Enkel
Genesen und vernünftig sein und glücklich?

Ich weiß es nicht!. Doch mittlerweile wollen

Wir preisen jenes Herz, das klug und liebreich
Zu lindern suchte, was der Lindrung fähig,
Zeitlichen Balsam träufelnd in die Wunden.

Der teure Mann. Er baute hier ein Obdach

Für Leiden, welche heilbar durch die Künste
Des Arztes oder auch des Todes, sorgte
Für Polster, Labetrank, Wartung und Pflege.

Ein Mann der Tat, tat er, was eben tunlich;

Für gute Werke gab er hin den Taglohn
Am Abend seines Lebens, menschenfreundlich,
Durch Wohltun sich erholend von der Arbeit.

Der zweite Part der MITWO-Veranstaltung folgte mit Avraham Rosenblum von Hummustopia. Er erklärte sein Projekt und sein Anliegen. Shelly Meyer und Jan Anthony Schneidereit von der deutsch-israelischen Gesellschaft berichteten über ihre Arbeit für die DIG. Darauf folgte der Pre-ShabbatClub von Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. mit HaJom und den Tora-Deutungen für die Gegenwart mit Zitaten von Rabbi Nachman, Philo von Alexandria, Maimonides und dem Talmud. Sönke Timm stellte das neuste Programm des Jüdischen Museums Rendsburg, Prinzessinstraße 7, vor.

02. Juni 2022 MIT2WO Kulturnetzwerk Kooperation „Creators for a Change"
Vom Newsletter Heike Linde-Lembke 04. Juni 2022
LESERBRIEF MIT2WO
Von Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. von MIT2WO Kulturnetzwerk

Die Kulturnetzwerksreihe MIT2WO mit Creators for a Change".HAMBURG. Die Vernissage zur Ausstellung "Trialog der Ästhetik" in der Barlach Halle K wurde spontan mit der Performance von Schülerinnen und Schülern aus Sderot, Rahat und Wilhelmsburg zur Musik eines Beatrhythums eröffnet.

Das Publikum war somit aus dem Nichts im Da-Sein in der Aktion der Thematik. Einer kurzen Ansprache des MIT2WO-Kulturnetzwerkes und HaJom Jom „Today of Day“ folgte unter anderem die Rezitation des Gedichts "Nicht müde werden" der jüdischen Dichterin Hilde Domin, eine Debatte zwischen dem Schauspieler Sahel Aldebsan des Almehabesh vom Theatre & Al Sahara Theatre mit Gal Peleg Pfennig, Tanzpädagogin an der Sha HaNegev Highschool, Hédi Bouden vom Helmut Schmidt Gymnasium Wilhelmsburg und Shelly Meyer, Sprecherin der Jungen Forum des DIG Hamburg.

Siri Keil von MIT2WO Kulturnetzwerk moderierte. Für die Schülerinnen und Schüler war es sehr aufregend, vor Publikum ihre Performance zum Ausdruck zu bringen.

19. Mai 2022 Eröffnungsevent des MIT2WO Kulturnetzwerk
Vom Newsletter Heike Linde-Lembke 22. Mai 2022
LESERBRIEF MIT2WO

Von Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. zur Gründung des Kulturvereins MIT2WO Kulturnetzwerk und zum Auftakt in den wunderschönen Räumen des KomponistenQuartier Hamburg Neustadt.

Eröffnet wurde der MIT2WO Kulturnetzwerk e.V. vom ersten Vorstandsmitglied Giorgio Paolo Mastropaolo D. I. mit dem Pre-Shabbat Club mit Gedanken, Weisheiten, und der Philosophie vom Wochenabschnitt bis zu Zitaten aus dem Talmud, von Hannah Arendt, Hillel, Primo Levi, Rebbe Schneerson und Rabbi Nachman. Abgerundet wurde es mit der Geschichte von Jorge Bucay - der Suchende.

Als Gastgeschenk gab es ein leeres Heftchen mit dem Titel "Wie lange dauert dieses Glück? MInuten? Tage? 2 Tage? WOchen?" und das neue Buch von Julietta-Ruth Fix "365 Tage - Frauen in der Pandemie".

Unser Ehrenmitglied Peggy Parnass sagte zum MIT2WO Kulturnetzwerk: "Ich weiß nicht, wo ich bin, ich weiß nicht wer ich bin, aber ich weiß, wer Du bist. Ich weiß, dass ich mich nach Ralph Giordano sel. A. sehne. Ich weiß, dass ich euch beide brauche. Heute bin ich hier bei Giorgio und ich freue mich."

Begleitet wurde die Auftaktveranstaltung mit der einfühlsamen Musik von John Williams, Filmmusik aus "Schindlers Liste", gespielt von Natalia Alenistsyna vom Jewish Chamber Orchestra Hamburg, dem von Pjotr Meshvinsky sel. A. neu gegründeten Jüdischen Kammerorchesters Hamburg.

Anschließend führte eine Vertreterin des KomponistenQuartiers durch die Räumlichkeiten.

Bei koscheren Fingerfood, Amaretti & Co, Kiddusch und Traubensaft sind die Gäste zu einem offenen herzlichen Dialog zusammengekommen und damit zum Kern-Anliegen des Vereins.

Bekannte Anwesende: Peggy Parnass, Marina Jakob, Lebensgefährtin von Ralph Giordano sel. A., Schauspieler Raphael Schneider aus Berlin, David Rubinstein, Geschäftsführer Jüdische Gemeinde Hamburg, Shelly Meyer, Sonja Blattmann und Karin Derks aus Kandern vom MuT-Zentrum, Norma van der Walde, Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-Bda mit Ehemann, Lichtkünstler Michael Batz, Dr. Dieter Möller-Behlmer, Hédi Bouden, Musiker Idan Levi, Musiker Miguel Wolf, Dr. Irmgard Schrand, Diplom-Politologin, Islamwissenschaftlerin, Spezialistin für den Nahen und Mittleren Osten, Historikerin, Kultursachverständige und Autorin, Corinna Below, Autorin, Hendrik Althoff, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Professorin Dr. Monica Rüthers und weitere Gäste.

Schriftliche Glückwünsche und Erfolg wünschen uns zum Start: Landesrabbiner Shlomo Bistritzky, Rabbiner Havlin, Philipp Stricharz, Erster Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hamburg, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Kultursenator Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Antisemitismus-Beauftragter Stefan Hensel, Daphna Horowitz vom Vorstand der Reformsynagoge Hamburg, Armin Levy vom jüdischen Magazin Raawi, Politikberater, Autor und Journalist Leonard Kaminski, die Schauspieler Thiago Braga, Tomer Lev Tov und Nico Rogner, Historiker Dr. Carsten Schmidt, Journalist Michael Mennekes, Journalistin und Fotografin Heike Linde-Lembke, Koch/Ottolenghi und Schauspieler Mirko Yonathan Ciotta, Professorin Dr. Miriam Ruerup, Direktorin Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Berlin und Professorin der Universität Potsdam.

Weitere Informationen unter www.mit2wo.de oder folgt uns auf Instagram mit2wo_hamburg